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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen): regional, global, ganzheitlich

- Wohlbefinden -

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Titelbild des Buches von Philippe Pozzo Di Borgo: Ich und Du
Titelbild einer DVD von Kurt Langbein: Zeit für Utopien
Titelbild des Buches von Alberto Acosta: Buen Vivir

Körperlose Gesellschaft und die Verharmlosung der Gewalt

Es sitzen ca. 20 Personen auf den Gleisen einer Straßenbahnlinie in Berlin-Friedrichshain. Sie protestieren durch Anwesenheit, stilles Sitzen auf Schienen, gegen die aktuelle Fahrpreiserhöhung im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Polizei marschiert auf, formiert wie römische Soldaten, die gegen das barbarische Aufkommen von germanischen "Wilden" zu Felde ziehen. Das Kräfteverhältnis ist ungleich. Die Zivilbevölkerung ist schockiert und fordert schärfere Gesetze - gegen Demonstranten.

Die Global-Player der Bankenlandschaft haben Milliarden verzockt. Die Regierung beendet das Spiel und erklärt den Steuerzahler zum Verlierer. Proteste bleiben aus.

Lokführer streiken. Sie nehmen ihr grundgesetzliches Recht in Anspruch und fordern höhere Löhne und Gehälter. Das Volk ist entsetzt und fordert Gesetzesänderungen. Da große Konzerne nicht gewillt sind, Steuern zu zahlen, drohen sie mit Betriebsverlagerungen ins billigere Ausland. Das Volk schweigt.

Auch wenn sich offenbar zunehmend mehr Menschen gegen die Ausübung von Gewalt aussprechen, so erfreuen sich digitale "Ersatzschauplätze" zunehmender Beliebtheit. Dort wird gegeneinander gekämpft und gemordet. Da es keine Bewusstheit dafür gibt, spricht keiner von Gewalt, zumal sie körperlos ist, sondern von "(E-)Sport". Das erinnert daran, dass manche Menschen gerne Tiere erschießen. Auch sie sprechen von Sport.

Körperlosigkeit und die Entmenschlichung der Gesellschaft

Die Flucht in digitale Welten und Spielplätze erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Industrie unterstützt weite Teile der Bevölkerung darin, sich selber abzuschaffen. Das scheint nicht tragisch zu sein, zumal es auch starke Kräfte gibt, die daran arbeiten, dass es ein besseres Leben nach dem körperliche Tode gibt, indem der Intellekt (der Geist) einen Wohnraum zum "ewigen Leben" in einem humanoiden Roboter findet. Tröstet das wirklich? Sind das Hoffnungen von Menschen, die es nicht schaffen, im "Hier und Jetzt" ein freudvolles Leben mit anderen Lebewesen zu genießen?

Foto: Zwei menschenähnliche Holzfigürchen schauen aus dem Fenster

Wir Menschen haben nicht nur zwei Sinne zum Leben: Sehen und Hören, sondern ... Wir wollen fühlen. Wir wollen uns wohlfühlen. Zu diesem Wohlfühlen gehören auch andere Menschen. Wir wollen sie fühlen, zu unserem gegenseitigen Wohlbefinden. Gelingt uns dies nicht, so entstehen Krankheit, Suchten und Gewalt. - Da stehen wir jetzt. Was hilft?

Körper und Menschlichkeit

Der Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er einen lebendigen Körper hat. So kann der Ausweg aus unserem derzeitigen chaotischen Gesellschaftssystem nur darin bestehen, dass wir uns bewusst machen, was wir geopfert haben, um so zu sein, wie wir jetzt sind. Oh ja, unsere Wissenschaften und Techniken haben viele Veränderungen hervorgebracht. Manche Menschen finden das hervorragend, weil wir dadurch nicht mehr im so genannten finsteren Mittelalter leben. Eines haben sie jedoch nicht geschafft, dass wir gesamtgesellschaftlich sozialer, gesünder und lebensfroher sind.
Was ist zu tun? In den letzten 200 bis 300 Jahren wurde besonders in den westlichen Nationen zuerst das frauliche Prinzip und dann das göttliche Prinzip abgeschafft. Wir haben uns fragmentiert. Obwohl zunehmend mehr Menschen den starken Wunsch in sich verspüren wieder ganz zu werden, stagniert die Veränderung zur Ganzheitlichkeit, weil die Menschen Angst vor der Körperlichkeit haben. Das fängt schon im Kleinen an. Sie haben Angst vor Viren und Bakterien. Sie räumen diesen Winzlingen ein, sie krankmachen oder gar töten zu können.

Die neue Gesellschaft

Wir müssen mehr Gemeinschaften von Menschen gründen, die sich regelmäßig treffen, sich um Gesundheit außerhalb des herrschenden Gesundheitssystems kümmern, Freud und Leid teilen, sich weitestgehend gegenseitig unterstützen, Körperlichkeit aktiv leben. und: last but not least, sich um den Klimawandel kümmern.

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