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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen): regional, global, ganzheitlich

- Sexualität -

Sieht aus wie ein mütterlicher Torso, ist aber eine Montage aus Kugellampen in einem Flur

Gesundheit und Krankheit

Sexualität bildet in den Gesellschaften der so genannten Westlichenwelt die Grundlage vieler Krankheits- und Leidenszustände. Bei dieser Betrachtung macht es allerdings nicht viel Sinn, wenn wir auf die Definition der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Gesundheit vom 22. Juli 1946 zurückgreifen.

Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.

Zu Deutsch: Gesundheit ist ein Zustand gänzlichen physischen (körperlichen), psychischen (gemütlichen) und sozialen (zwischenmenschlichen) Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechlichkeit.
Quelle: Weltgesundheitsorganisation

Ich denke, wir müssen diesbezüglich etwas lockerer vorgehen, denn nicht jeder, der sich unwohl fühlt, ist krank. Oder anders ausgedrückt: Nicht jedes Unwohlsein, also die Abwesenheit von Wohlbefinden, hat Krankheitswert, muss also nicht zwingend behandelt werden.

Krankheitswert

Wenn ein Mensch sich aus inneren oder äußeren Gründen in einem Zustand befindet, unter dem er oder seine Mitwelt leidet, so hat dieser Krankheitswert. Er muss zum Positiven hin verändert werden. Beispiele:
Person "A" geht auf Grund von chronischem Husten zu einem Behandler. Der Behandler findet krankmachenden Stress, so genannten Disstress, bei der Arbeit als Ursache heraus. So kann die Behandlung darin bestehen. dass der Patient sich ein anderes (konstruktiveres) Arbeitsverhalten angewöhnt, dass innerhalb des Betriebsablaufes etwas verändert wird oder der Betreffende sich einen neuen Arbeitsplatz sucht. (Anti-)Hustenmittel kann er sich sparen.
Person "B" hat mal wieder eine Blasenentzündung. Da sind wir schon beim Thema Sexualität. Dazu also später mehr.
Person "C" wird in der Öffentlichkeit dadurch auffällig, dass sie sich rücksichtslos gegenüber Schwächeren verhält. Hier muss die Öffentlichkeit geschützt werden. Entweder dadurch, dass sie nicht mehr unter dem rüpelhaftem Verhalten leidet oder indem der Rüpel sich einer Psychotherapie unterzieht.

Partnerwahl

Wer sich einen männlichen, fraulichen oder diesbezüglich neutralen Partner sucht, der sollte sich vorher fragen: wozu?

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass du jemand suchst, um dein zwischenmenschliches Wohlbefinden zu steigern. Du möchtest (mehr) menschliche Nähe und mehr Zärtlichkeit und das nicht nur für eine Nacht. Es soll eine Partnerschaft entstehen. Wenn du einen Menschen gefunden hast, dann fragt euch: Was können und wollen wir teilen, also gemeinsam erleben. Wenn es sich hauptsächlich um Sex (Geschlechtsverkehr) oder gemeinsame Kinder handelt, dann seit euch darüber im Klaren, dass dies in der Regel ein Nachspiel hat. Spätestens dann, wenn der erotische Herbst einsetzt oder die Kinder nicht mehr zum gemeinsamen Alltag gehören.
Das Hauptgewicht der Gemeinsamkeiten sollte in einem anderen Bereich angesiedelt sein: berufliche Interessen, Musik-, Lese-, Hör- und Sehgewohnheiten, soziale Kontakte, politisches Interesse, philosophische Vorstellungen, Reisegewohnheiten, Hobbys, ähnliches Interesse an körperlichen Tätigkeiten (zum Beispiel aktiven und/oder passivem Sport und Sexualität im Allgemeinen), Religionszugehörigkeit, Ansprüche an häusliche Qualität, reden und schweigen ... Bei viel Übereinstimmung hat die Beziehung in der Regel mehr Bestand und weniger Leid.

Das Vater-Mutter-Kind-Syndrom

Ich habe unter anderem in einer PDF-Datei, die ich dieser Website beigefügt habe, beschrieben, was geschieht, wenn Menschen nicht wissen auf welcher Ebene sie sich begegnen. Ich halte es für sehr wichtig, sich diesbezüglich Klarheit zu verschaffen, verzichte aber an dieser Stelle darauf, dir dabei behilflich zu sein, sie dir anzueignen. Ich erwähne das Problem nur der Vollständigkeit halber.

Treue

Je nachdem wie eine Partnerschaft aufgebaut ist bekommt der Begriff Treue eine andere Bedeutung. Landläufig bedeutet das: Du darfst zwar ein gutes Gespräch mit einem anderen Menschen führen, mit ihm ins Theater gehen oder zum Sport, aber keine Sexualität teilen. Dies erzeugt keine Probleme, wenn die beiden Personen, das Paar, diesbezüglich "gleichgeschaltet" und damit tiefgründig zufrieden ist. Das ist in der Regel nicht der Fall. Dazu nur eine Frage: Was geschieht, wenn eine dieser beiden Personen Lust auf Sexualität hat und die andere aber nicht - aus welchen Gründen auch immer?
A. Dann verkneift sich die lusthabende Person ihre Lust?
B. Dann spielt die unlustige Person das Spiel mit?
C. Dann wird "fremdgegangen"?
D. Dann wird vermehrt dem Alkohol, den Süßigkeiten, dem Qualmen, den Drogen und/oder Medikamenten zugesprochen?

Der Zwang zur (sexuellen) Treue erzeugt Leid und/oder Krankheit

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