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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen): regional, global, ganzheitlich

- Gesundheit -

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Titelbild des Buches 'Deutsche Zustände. Folge 10' herausgegeben von Wilhelm Heitmeyer
Titelbild des Buches von Bruce Fife: Stopp Alzheimer
Titelbild des Buches von Florianne Koechlin und Denise Battaglia: Was Erbsen hören und wofür Kühe um die Wette laufen

Wenn du in Rom bist, mach 's wie die Römer

Der wohl vielen von uns bekannte Ausspruch des Mailänder Beamten und Bischofs Aurelius Ambrosius, genannt Stankt Aurelius, 339 - 397: "Falls du in Rom sein solltest, lebe im römischen Stil, falls du sonst wo bist, lebe wie sie es dort tun", wird leider wenig beherzigt. Wäre dem nicht so, würde es wohl vielen Lebewesen besser gehen und mehr Friede herrschen.

Bt-Mais im Oderbruch

In den 1990er-Jahren war ich mal bei einem Workshop mit dem Titel: "Genmais im Oderbruch" in der "Ökologischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft ÖkoLeA" in Klosterdorf bei Berlin. Die Stimmung war gut und die Leute nett, auch der Vertreter der Pharmafirma Monsanto, der mit diskutierte. In seinem Vortrag versuchte er, die Anwesenden davon zu überzeugen, dass der Einsatz von Bt-Mais im Oderbruch sinnvoll sei, weil er den Landwirten höhere Erträge, und damit mehr finanziellen Gewinn, bringen würde.

Bt-Mais: Mais der auf Grund gentechnischer Veränderungen ein Protein des Bacillus thuringiensis bildet, das Schädlinge wie den Maiszünsler abtötet. Der Mais wird also nicht widerstandsfähiger sondern mörderisch.

Ich konnte mir die Anmerkung: "Wenn wir den Mais dort wachsen lassen, wo er heimisch ist, und das ist nicht der Oderbruch sondern Mexiko, dann brauchen wir keine Ackergifte", nicht verkneifen. Es gab keine Widerworte.

Deprivation

Deprivation ist eine Folge von Liebesentzug, zwischenmenschlicher Abkopplung und/oder gesellschaftlicher Herabsetzung. Dieses Phänomen tritt zunehmend häufiger auf und führt zur Orientierungslosigkeit, gesellschaftlicher Unzufriedenheit, mangelnder zwischenmenschlicher Nähe, Krankheit und/oder Gewalt. Deprivation kann entstehen, wenn Menschen, die körperlich kleinen Kindern nahe sind, psychisch aber durch die Benutzung digitaler Medien (Computer, Handy ...) ihre Aufmerksamkeit ganz wo anders haben, oder wenn Säuglinge im Kinderwagen durch Tücher von der sichtbaren Welt abgekoppelt werden. Ein weit aus größeres Problem entsteht, wenn Menschen auf Grund von Arbeits- (und Wohnungs-)losigkeit an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Vorhandene Angst vor Fremdheit führt dann oft zu Gewalt gegen sich selbst, gegen Andere und/oder gegen Sachen. Dies geschieht zum Beispiel wenn der Eindruck entsteht, dass Andere, wie Zugereiste, bevorzugt werden. Es ist kein ausgesprochen rechtsradikales Problem. Ein großes Problem gleicher Art entsteht, wenn Touristen in andere Kulturen einfallen und sie beeinträchtigen oder gar zerstören.

Integration

Deprivation kann dadurch gemildert oder gar geheilt werden, indem Bekanntheit (Vertrautheit), Zugehörigkeit, Akzeptanz und gegenseitige Unterstützung geschaffen werden. Für den Zugereisten bedeutet das auch, dass er ein Teil seiner (ehemaligen) Kultur opfern muss, wenn er Teil einer neuen Kultur werden will. Das fängt schon bei der Sprache an. Will er sich nicht integrieren, so entstehen mehr oder weniger oft und mehr oder weniger stark ausgeprägte Situationen gewalttätiger Art.

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