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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen): regional, global, ganzheitlich

- Gemeinschaft -

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Titelbild des Buches: Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Andreas Mielck
Titelbild des Buches: Die Rückkehr zum menschlichen Maß von E. F. Schumacher
Titelbild des Buches: das Ende der Egogesellschaft von Nina Apin

Gesellschaftliche Spaltung

Es ist bekannt, dass besonders in der BRD die Kluft zwischen Reichen und Armen immer größer wird. Zunehmend rutschen Menschen hierzulande in die Armut ab. Das erzeugt Krankheit und Gewalt. Um diesem Problem Herr zu werden, sollten wir zum Beispiel der Frage nachgehen: Weshalb benötigen manche Menschen so viel Geld und materiellen Besitz, was wollen sie damit ausgleichen (kompensieren)? Diese Frage sollte gesamtgesellschaftlich diskutiert und nach Lösungsmitteln gesucht und Abhilfe geschaffen werden.
Ich gehe davon aus, dass es keinen Sinn macht, den Reichen ihr Geld abzunehmen. Das würde nur Unfrieden erzeugen. Denn: Wir schenkt schon gerne etwas her, wenn er dadurch Verlust erleidet. Was notwendig ist, ist, Ersatz zu schaffen. Aber wie soll/kann dieser aussehen?
Allerdings ist es meiner Meinung nach notwendig, steuerliche Bevorzugungen Vermögender abzuschaffen. Denn wie heißt es im Grundgesetz?:

Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.
GG Artikel 14(2)

Zwei gegensätzliche Wohnformen in Berlin-Lichtenberg

Fotomo eines Appartmenthauses in Berlin-Lichtenberg
Foto: Energie-plus Haus

Das linke Bild zeigt ein Apartmenthaus mit etwas über 400 Wohneinheiten für je eine oder zwei Person/en. Die Bewohnerschaft ist altersmäßig und kulturell gemischt und im Großen und Ganzen freundlich. Es handelt sich überwiegend um Einzelpersonen, Kleinstgruppen sind in der Minderzahl. Da nur wenig Zwischenmenschlichkeit gelebt wird, breiten sich zunehmend Vandalismus und Verunreinigungen aus. Es riecht vielerorts nach Rauschmitteln. Alkoholkonsum ist sichtbar.- Das ist zunehmend ein gesamtberlinerisches Phänomen: Ich rede jetzt nicht von der Zunahme der Bierflaschenpräsents und des Rauschmittelgebrauchs im öffentlichen Raum, sondern von der zunehmenden Vermüllung des Stadtbildes. Immer öfter kommt es vor, dass Menschen ihren Müll einfach auf die Straße entsorgen: Sofas, Fernsehgeräte, Altfahrräder, Computer, Kühlschränke, Altkleidung und vieles Andere mehr.
Fazit: Das Haus hat zu viele Wohneinheiten und Mieter. Das Miteinander müsste vermieterseits gefördert werden.

Anders sieht es in dem "Energie plus"-Haus aus, das auf dem rechten Bild dargestellt ist. Die Mieter haben auf Grund eigener Wünsche das Haus nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten bauen lassen. Zieht ein Bewohner aus, so gibt er seine Rechte und Pflichten ab. Auch hier ist die Bewohnerschaft gemischt, jedoch wird Wert auf Gemeinschaft und gemeinsamen Erhalt der Bausubstanz gelegt.

Neue Kultur

Das Wohnmodell: "Eigenes Häuschen mit Grün drumherum sollte ein "Auslaufmodell" sein. Ebenso das Modell: Durch Eigentum eines Hauses, Geld verdienen wollen (Gewinn durch Verkauf oder Vermietungen).
Zur Beachtung: Wir benötigen mehr tornadosichere Gebäude (Häuser). Was sich als nicht sturmsicher gezeigt hat, sollte nicht im gleichen Stil wieder hergestellt werden. Das wäre unökonomisch und unökologisch.

Fotomontage: Menschen vor dem Brandenburger Torm darübergelegt Schattenbild von Menschen in einer Halle

Wir benötigen Wohnformen (Häuser) mit soziologischer, ökologischer und ökonomischer Ausgewogenheit. Diese Häuser beinhalten verschiedene Wohneinheiten, haben relativ viel Platz für das gemeinschaftliche Miteinander und beschränkten Raum für Privates. Diese Gebäude werden aus ortsnahen Baumaterialien gebaut und in Selbstverwaltung, ohne auf finanziellen Gewinn ausgerichtet zu sein, geführt. In Ihnen wohnen bis maximal 50 Personen, so dass persönliches Miteinander unter allen Bewohnern möglich ist. Bei höherer Bewohnerzahl entstehen in der Regel Vereinzelungen und Gruppenbildungen.

Die Bewohnerschaft

Ein meiner Meinung nach konstruktives Beispiel. Die Bewohner sind:

Das wöchentliche Plenum

Da wir in einer Leistungsgesellschaft leben, sind wir mehr oder weniger intensiv darauf ausgerichtet (worden), miteinander zu konkurrieren. Konkurrenz schafft viele zwischenmenschliche Probleme, da wir in Gemeinschaften auf Kooperation angewiesen sind, wenn es gut laufen soll. Um dieses Ziel, das konstruktive Miteinander, erreichen zu können, ist es sinnvoll in Hausgemeinschaften regelmäßige Vollversammlungen (Plenen) durchzuführen.

Fotomontage: Wörter- und Worteschnipsel

Diese Plenen werden von einer sozialmedizinischen Fachkraft geleitet. Sie dienen einerseits dazu, persönliche und gruppenbezogene Probleme zu lösen, sowie auch andererseits miteinander durchzuführende Aufgaben zu planen und gemeinsame Freizeitaktivitäten abzustimmen.

Gespräche

Die Qualität einer Gemeinschaft ist gestärkt, wenn alle dieselbe Sprache sprechen. Gespräche bestehen aus verschiedenen Faktoren, die unterschiedlich zum Tragen kommen. Ein Faktor ist das "Ich möchte":

Lebensqualität

Die Lebensqualität steigt, wenn wir mit den Menschen, die wir mögen, oft in Kontakt sind bzw. sein können. Technische Hilfsmittel wie Telefon, Computer und ähnliche Apparate können unsere Wünsche nach Nähe nicht wirklich befriedigen. Wir haben verschiedene Sinne, die uns dabei behilflich sind, uns wohlzufühlen und Gefahren zu erkennen. Unser primärer Sinn ist das Fühlen, nicht das Sehen, wie viele Menschen glauben. Deshalb fassen wir eigentlich gerne an, soweit wir nicht durch Ängste, zum Beispiel der Angst vor Nähe, davon abgehalten werden. Deshalb hat eine nachbarschaftliche Beziehung eine höhere Qualität als eine mit einem Menschen, der auf Grund von räumlicher Entfernung nicht bei Bedarf berührt werden kann.

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