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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen): regional, global, ganzheitlich

- Ganzheitlichkeit -

Während meiner therapeutischen Berufstätigkeit in der Akutpsychiatrie stellte ich mir wiederholt die Frage: "Warum kommen viele Patienten, die zur stationären Behandlung bei uns sind, zum Teil schon nach Monaten zwecks erneuter Behandlung wieder?" Die Antwort war letztlich nicht schwer zu finden: Die Patienten gingen in ihr altes Umfeld, das dazu beigetragen hatte, dass sie erkrankten, zurück. Sie waren wieder mit denselben Einflüssen und Problemen konfrontiert. Dies gilt letztlich für alle Krankheiten und Leidenszustände.

Meine Erkenntnis

Grafik zur Verdeutlichung der Wechselwirkungen von Psyche, Soma und Umwelt

Mir wurde klar, dass nicht nur Psyche (Gemüt) und Soma (Körper) miteinander interagieren (sich wechselseitig beeinflussen), sondern dass dieses Geschehen immer auch in Wechselwirkung zur Umwelt - besser gesagt: Mitwelt - steht. Daraus leitete ich die Erkenntnis her: Jede Krankheit und jedes Leiden ist psycho-somato-ökologisch, ganzheitlich. Ich nenne meine Theorie: Psycho-Somato-Ökologie.

Die Lehre

Die Lehre der Psycho-Somato-Ökologie beschreibt die Auswirkungen der Wechselwirkungen zwischen den Bereichen: Psyche (Das Zusammenwirken von Wahrnehmung und Denken), Soma (Körper) und Ökosystem (Mitwelt). Diese drei Bereiche beeinflussen sich gegenseitig, wie schon gesagt. Tritt in einem von ihnen eine Veränderung auf, so hat dies zur Folge, dass sie sich auch in den anderen beiden Bereichen bemerkbar macht. Immer sind alle drei Bereiche gleichzeitig betroffen, egal in welchem Teilbereich sich die Wirkungsursache befindet. Daraus leitet sich die Erkenntnis her: Es gibt keine nur psychischen oder nur körperlichen Krankheiten oder Leidenszustände.

Andere Möglichkeiten

Somit ergeben sich andere Möglichkeiten des Verständnisses der Lebensabläufe sowie Notwendigkeiten der Veränderung von Lebensgewohnheiten. Dies wirkt sich auch auf den Bereich des Gesundheitssystems aus: Diagnostik und Behandlung verändern sich. Auf Grund dieses veränderten Verständnisses ist es zum Beispiel möglich, dass auch anscheinend rein körperliche Krankheiten wie Frakturen (Brüche), Tumore (Geschwülste), Infektionen u. a. mittels psychotherapeutischen Gesprächs behandelt werden können. Dies gelingt jedoch nicht bei jedem Patienten, denn jeder Mensch ist zumindest teilweise ein Unikat (etwas, dass nur einmal vorkommt).
Daraus leitet sich her, dass manchem Menschen eine Operation, eine medikamentöse und/oder apparative Behandlung, nicht erspart bleibt. Denn nicht jeder ist für die Heilwirkung von Sprache empfänglich.

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