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"Anders leben (lernen)"

Wohlbefinden in Berlin

- Bargeld -

Foto: Papier- und Münzgeld auf einer Holzplatte liegend

Ohne Moos nichts los

Tauschmittel

Das wir Bargeld benutzen können, hat viel mit unseren Ururahnen zu tun. Es diente ihnen dazu, die Möglichkeiten des Tauschhandels zu erweitern. Wurde einst Ware gegen Ware getauscht, so ermöglichte der Einsatz von Bargeld, dass der Käufer dem Verkäufer einen neutralen Gegenwert geben konnte. Das sah/sieht dann unter Umständen folgendermaßen aus: Käufer "A" möchte von Verkäufer "B" ein Schwein erwerben. Da Käufer "A" keine Ware hatte, die für Verkäufer "B" von Interesse wäre, gibt er ihm Geld als "Warenersatz" (als Tauschmittel). Dadurch hat Verkäufer "B" die Möglichkeit, Waren, die er haben möchte, aber bei "A" nicht bekommen kann, bei "C" im Tausch gegen Geld einzukaufen. Durch den Einsatz von Geld wurde es auch leichter möglich Dienstleistungen zu tauschen bzw. einzukaufen oder zu verkaufen. Das funktionierte soweit recht gut, bis neue Begehrlichkeiten die Runde machten.

Buchgeld

Ganz besonders durch die "Erleichterungen", die die Einführung des digitalen Geldmarktes mit sich gebracht haben, geht es immer mehr Menschen schlecht, weil sie verarmen. Da immer mehr Menschen kein Bargeld mehr im Portemonnaie haben, setzen sie sich der Gefahr aus, dass sie den Überblick über ihren Geldbestand (auf dem Bankkonto) verlieren. Sie kaufen mehr ein, als sie sich eigentlich leisten können. Immer mehr Privatleute müssen Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit, Pleite) anmelden. Das ist das Eine. Was viele nicht berücksichtigen, ist, dass ihre Geldausgaben auf Grund von Kontobewegungen kontrolliert werden. Das interessiert Banken, Versicherungen, die Schufa, die Polizei, die Werbung, die Krankenkassen, Konzerne und Andere mehr. Das hat zur Folge, dass der Kontoinhaber unter Umständen keine zufrieden stellende Wohnung mehr anmieten kann, keinen geeigneten Arbeitsplatz erhält, keinen Kredit mehr bekommt, mit bestimmter Werbung überflutet wird, die ihn dazu veranlassen soll, noch mehr zu kaufen ...

Das Ende der Intimität

Wenn wir aufhören Bargeld zu benutzen, verlieren wir unser letztes Stück Privatsphäre. Dann haben wir keine Geheimnisse mehr - ein bedrohlicher Zustand. Und nicht nur dass. Es gibt Menschen, die sagen zum Beispiel: "Ich habe nichts zu verbergen, die sollen ruhig sehen, was es zu sehen gibt." Ich denke nicht unbedingt, dass das Eindummkopf ist, der das sagt, eher: Das ist ein Langweiler. Wer nichts zu verbergen hat, ist doch langweilig. Da gibt es nichts mehr zu entdecken. Was soll solch ein Beziehung den bringen? Geheimnisse, die sich langsam lüften oder auch verborgen bleiben, machen Menschen doch erst wirklich interessant.

Kein Geheimnis.

Dann ist von dir zum Beispiel Folgendes bekannt ...
· Ob du Kondome benutzt.
· Ob du Raucher bist.
· Ob du sterilisiert bist.
· Ob du Trinker bist.
· Wer deinen Kontostand auffüllt.
· Welche Filme du dir anschaust.
· Wen du deine Freunde nennst.
· Was du gerne liest.
· Ob du Geschlechtskrankheiten hattest.
· Ob du zu einer Nutte oder einem Nutterich gehst.
· Wie oft du beim Schwarzfahren erwischt wurdest.
· Ob du pünktlich zahlst.
· Welchen Fingerabdruck du hast.
· Welche Partei du wählst.
· Ob du Drogen kaufst.
· Welcher Arbeit du nachgehst.
· Wem du spendest.
· Was du dir im Internet anschaust.
· Ob du die Pille benutzt.
· Ob du dich regelmäßig impfen lässt.
· Ob du psychisch auffällig geworden bist.
· Ob du Reizwäsche trägst.
· Für welche pornografischen Angebote du dich interessierst.
· Ob du perverse Züge in dir hast.
· Welches Verhältnis du zu Kindern hast.
· Wie viel Miete du dir leisten kannst bzw. du dir leistest.
· Ob es Sinn macht, dir einen speziellen Arbeitsplatz anzubieten.
· Ob du Sozialverhalten zeigst.
· Welchen Schulabschluss du hast.
· Ob du auf einer "Partnerschaftsbörse" aktiv bist.
· Wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung steht.
· welche Unterwäsche du trägst.
· Ob du sexuelle Hilfsmittel benötigst.
· Welche Krankheiten dich beuteln.
· Ob du als Lügner und Betrüger bekannt bist.
· Ob du als manisch, depressiv oder paranoid diagnostiziert wurdest.
· Welche Medikamente du nimmst.